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Seitenvorlagen im Vergleich

Verfasst: Mi, 06.08.2014 12:00
von Rocko
In diesem Beitrag geht es nicht darum, Seitenvorlagen miteinander zu vergleichen. Vielmehr sollen Textverarbeitungen miteinander verglichen werden, die ohne Seitenvorlagen bzw. mit Seitenvorlagen die einzelnen Textseiten formatieren.

Ein bildhafter Vergleich soll dabei die Unterschiede augenfällig machen.
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Grundsätzlich sind Programme ohne Seitenvorlagen (z.B. Word) vergleichbar mit einem OHP mit Folienkassette (rechtes Bild). Die Folienkassette entspräche dann einem Dokument (*.doc), das in einer Ablage als Dokumentvorlage (*.dot) zur weiteren Verwendung vorgehalten werden kann. Unterschiedlich formatierte Seiten sind nicht austauschbar, können aber geändert bzw. kopiert werden.

Programme mit Seitenvorlagen (z.B. OpenOffice) sind dagegen vergleichbar mit einem OHP, bei dem anstatt der Kassette Einzelfolien zum Einsatz kommen (linkes Bild). Das Dokument (*.odt) wird in diesem Fall aus vorbereiteten Einzelseiten (Seitenvorlagen) zusammengefügt, die austauschbar sind und abschließend als Gesamtdokument ebenfalls als Dokumentvorlagen (*.ott) abgelegt werden können.
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Die Gestaltung der Einzelfolien (Seitenvorlagen) bildet den wiederkehrenden Rahmen für die Einzelgestaltung der Seiten eines Dokuments. Dabei können die Seiten aber sehr unterschiedlich gestaltet sein. Man denke hier an Seitenabstände, Kopf- und Fußzeilen, Briefköpfe, Titelseiten einer schriftlichen Arbeit mit unterschiedlich gestalteten Seiten für Inhalts-, Literatur-, Abbildungsverzeichnisse, Seitennummerierung, usw.

Da die Seitenvorlagen dokumentübergreifend austauschbar sind, kann dadurch die Seitengestaltung wesentlich vereinfacht werden.
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Beim Aufruf einer neuen Textdatei wird grundsätzlich die „Standard“-Seitenvorlage angezeigt, die auch in der Statuszeile (2. Feld von links) aufgeführt ist. In der Grundeinstellung sind auf dieser Seite nur die Seitenränder voreingestellt. Sie begrenzen den Seitentextbereich, innerhalb dessen die Seite dann gestaltet werden kann.

Mit einem Doppelklick auf den Namen der Seitenvorlage in der Statuszeile wird das Formatierungsfenster der Seitenvorlage geöffnet, in dem auch die Wiederholungszeilen eingeschaltet werden können, die für alle Seiten mit dieser Seitenvorlage gültig sind.

Diese Wiederholungszeilen (Kopf- und Fußzeile) sind Teil der Seitenvorlage und damit in diese integriert. Sie nehmen z. B. Feldbefehle auf, die dann auf jeder dieser Seiten angezeigt werden. Inhaltlich angezeigt wird dann allerdings jeweils der aktuelle Bezug zu dieser Seite.

Selbst Objekte (Textrahmen, Bilder, Zeichnungen, Funktionsfelder) können in den Wiederholungszeilen verankert werden. Damit gehören sie ebenfals zur Seitenvorlage und werden wiederholt.
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Im Formatierungsfenster der Seitenvorlage besteht unter „Verwalten“ die Möglichkeit, auch eine andere Seitenvorlage als Folgevorlage anzugeben. Dies ist aber nur dann sinnvoll, wenn ein Dokument so angelegt ist, dass nach dieser Seite grundsätzlich automatisch eine andere Seitenvorlage gültig werden soll. Ein treffendes Beispiel dafür sind mehrseitige Briefe. Nach der Seite mit der Anrede (Seite 1) sind die nachfolgenden Seiten (Standard) grundsätzlich anders gestaltet.
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Der Ausdruck auf einen vorgedruckten Geschäftsbogen und die gleichzeitige Archivierung des Schreibens als Datei erweist sich gelegentlich als problematisch. Bei der Archivierung soll das vollständige Schreiben als Datei abgelegt werden, beim Ausdruck auf Papier darf jedoch nur der Seitentextbereich in das Geschäftspapier eingedruckt werden.

Mit Hilfe von Seitenvorlagen ist das Problem leicht durch den Austausch zweier Partnerfolien lösbar.
Wechsel der Seitenvorlage.odt
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